Festgeld JP Morgan | Zinsen, Konditionen, Tipps 2026

Festgeld JP Morgan – kurzer Überblick (Stand: Juni 2026):

  • Bietet JP Morgan in Deutschland Festgeld für Privatkunden an?
  • Was ist die Digitalbank Chase und seit wann ist sie in Deutschland verfügbar?
  • Welche Zinsen bietet Chase aktuell auf das Tagesgeldkonto?
  • Wie sicher ist das Geld bei Chase Deutschland und der J.P. Morgan SE?
  • Kann man ein Festgeldkonto vor Ablauf der Laufzeit kündigen?
  • Welche Festgeld-Alternativen gibt es im Juni 2026 am Markt?
  • Wie eröffne ich ein Konto bei Chase oder einer Festgeldbank?
  • Was ist bei der Zinsbesteuerung und dem Freistellungsauftrag zu beachten?
Inhaltsverzeichnis
 Festgeld JP Morgan berechnen
Festgeld JP Morgan – Fakten, Chase Tagesgeld & Alternativen 2026 – Online Festgeldkonto berechnen
Festgeld Vergleich
Die besten Festgeldkonten 06/2026
Die höchsten Zinsen
Sofort online abschließbar
WeltSparen Festgeld im Vergleich
Fintech, Neobanken, Direktbanken, Filialbanken im Vergleich
Festgeld Testsieger 2026

Was sind die aktuellen Angebote von JP Morgan in Deutschland?

Die J.P. Morgan SE ist eine europäische Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main und gehört zum US-amerikanischen Finanzkonzern JPMorgan Chase & Co. Lange Zeit war die Bank in Deutschland ausschließlich im Investmentbanking, im Firmenkundengeschäft sowie im Private Banking für vermögende Kunden aktiv. Das klassische Privatkundengeschäft mit Girokonto, Sparbuch, Tages- oder Festgeld wurde hingegen nicht angeboten. Wer im Netz nach „Festgeld JP Morgan“ sucht, stößt daher auf zahlreiche veraltete oder fehlerhafte Informationen, die der Bank Retail-Produkte zuschreiben, die es in dieser Form nie gab.

Mit dem Start der Digitalbank Chase am 20. Mai 2026 hat sich diese Situation grundlegend geändert. JP Morgan ist damit erstmals direkt auf dem deutschen Privatkundenmarkt vertreten und bietet ein gebührenfreies Tagesgeldkonto mit einem sehr attraktiven Neukundenangebot an. Klassische Festgeldprodukte mit festen Laufzeiten von 6, 12 oder 24 Monaten gehören dagegen aktuell nicht zum Produktportfolio von Chase in Deutschland. Stattdessen setzt die Bank auf ein flexibles Tagesgeldkonto, das Sparer mit hohen Einstiegszinsen und einer sehr hohen Maximaleinlage überzeugen will.

In diesem Artikel klären wir ausführlich, welche Produkte JP Morgan beziehungsweise Chase im Juni 2026 tatsächlich anbietet, welche Konditionen gelten, wie sicher das Geld bei der Bank ist und welche Alternativen Privatkunden haben, die ihr Geld langfristig als Festgeld anlegen möchten. Darüber hinaus geben wir praktische Tipps zur Kontoeröffnung, zur Zinsbesteuerung und zur optimalen Gestaltung der eigenen Geldanlage im aktuellen Zinsumfeld.

Welche Sparprodukte bietet Chase in Deutschland an?

Chase ist die neue Digitalbank von JP Morgan und startete am 20. Mai 2026 offiziell in Deutschland. Das Hauptprodukt zum Marktstart ist ein gebührenfreies Tagesgeldkonto, das Neukunden mit einem besonders hohen Einstiegszins lockt. Für die ersten vier Monate nach Kontoeröffnung erhalten Kunden einen Zinssatz von 4,0 Prozent p.a. Dieser Zins gilt für Guthaben bis zu einer Höhe von 1.000.000 Euro, was deutlich über den üblichen Obergrenzen vergleichbarer Neukundenangebote am deutschen Markt liegt.

Nach Ablauf der viermonatigen Aktionsphase geht das Konto automatisch in den variablen Basiszins über, der aktuell bei 2,0 Prozent p.a. liegt. Dieser Zins ist nicht garantiert und kann von Chase jederzeit an die aktuelle Marktlage und die Leitzinsentwicklung der Europäischen Zentralbank (EZB) angepasst werden. Das Geld bleibt auf dem Tagesgeldkonto jedoch jederzeit vollständig verfügbar, es gibt keine Kündigungsfristen und keine Mindesteinlage.

Festgeldprodukte mit festen Laufzeiten, wie sie viele deutsche Direktbanken oder europäische Partnerbanken über Zinsplattformen anbieten, gehören aktuell nicht zum Angebot von Chase. Wer also sein Geld für einen festen Zeitraum von beispielsweise 12, 24 oder 60 Monaten mit garantierter Verzinsung anlegen möchte, muss auf alternative Anbieter ausweichen. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die Konditionen von Chase sowie über exemplarische Best-Zinsen am deutschen und europäischen Festgeldmarkt im Juni 2026.

ProduktZinssatz (Juni 2026)Maximaler BetragLaufzeit / Verfügbarkeit
Chase Tagesgeld (Monat 1-4)4,00 % p.a.1.000.000 €täglich verfügbar
Chase Tagesgeld (ab Monat 5)2,00 % p.a. variabel1.000.000 €täglich verfügbar
Festgeld 3 Monate (Marktvergleich)ca. 2,10 % p.a.100.000 €3 Monate fest
Festgeld 6 Monate (Marktvergleich)ca. 2,25 % p.a.100.000 €6 Monate fest
Festgeld 12 Monate (Marktvergleich)ca. 2,40 % p.a.100.000 €12 Monate fest
Festgeld 24 Monate (Marktvergleich)ca. 2,30 % p.a.100.000 €24 Monate fest
Festgeld 36 Monate (Marktvergleich)ca. 2,25 % p.a.100.000 €36 Monate fest
Festgeld 60 Monate (Marktvergleich)ca. 2,40 % p.a.100.000 €60 Monate fest

Hinweis: Die Festgeldzinsen in der Tabelle zeigen exemplarische Best-Zinsen des deutschen und europäischen Marktes im Juni 2026. Da Chase selbst keine Festgeldprodukte anbietet, dienen diese Werte als Orientierung für Sparer, die eine feste Laufzeit mit Zinsgarantie suchen. Die Einlagensicherung gilt jeweils bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank.

Die J.P. Morgan SE und ihre Rolle in Europa

Die J.P. Morgan SE ist eine sogenannte „Single Purpose Bank“ mit Vollbanklizenz in der Europäischen Union. Sie wurde nach dem Brexit gegründet, um das Europageschäft von JPMorgan Chase von Frankfurt aus zu steuern und hat ihren Sitz in der Mainmetropole. Die Bank unterliegt der Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) im Rahmen des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM) sowie der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Diese doppelte Aufsicht sorgt für hohe Sicherheitsstandards. Die J.P. Morgan SE erfüllt alle Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen, die für systemrelevante Banken in der EU gelten. Für Privatkunden bedeutet das: Wer ein Konto bei Chase eröffnet, tut dies bei einem Institut, das derselben strengen Regulierung unterliegt wie jede andere deutsche Bank auch. Die Muttergesellschaft JPMorgan Chase & Co. ist mit einer Bilanzsumme von mehreren Billionen US-Dollar eine der größten Banken der Welt und verfügt über ein Rating im oberen Investment-Grade-Bereich.

Die J.P. Morgan SE ist zudem Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB). Dieser freiwillige Schutzmechanismus geht deutlich über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus und sichert im Ernstfall auch Guthaben, die über der gesetzlichen Grenze von 100.000 Euro liegen. In Kombination mit der gesetzlichen Sicherung ergibt sich damit ein sehr hohes Schutzniveau für Privatkunden, das mit dem anderer großer deutscher Privatbanken vergleichbar ist.

Was müssen Sie bei der Kontoeröffnung beachten?

Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos bei Chase ist vollständig digital und in wenigen Minuten erledigt. Der Prozess entspricht dem Standard, den Kunden von anderen deutschen Direktbanken kennen. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Mindestalter: Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
  • Wohnsitz: Ihr Hauptwohnsitz muss in Deutschland liegen.
  • Referenzkonto: Sie benötigen ein deutsches Bankkonto auf Ihren Namen, das als Referenzkonto für Ein- und Auszahlungen dient. Das Referenzkonto muss bei einer anderen Bank geführt werden.
  • Steuerliche Identifikation: Sie müssen Ihre deutsche Steuer-Identifikationsnummer angeben.
  • Identifikation: Die Legitimation erfolgt per Video-Ident-Verfahren oder per BankIdent (bei teilnehmenden Banken).

Der Ablauf der Kontoeröffnung im Detail: Auf der Website von Chase wählen Sie das Tagesgeldkonto aus und füllen das Online-Antragsformular mit Ihren persönlichen Daten aus. Anschließend durchlaufen Sie das Identifikationsverfahren, bei dem Sie Ihren Personalausweis oder Reisepass vorzeigen. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie Ihre Zugangsdaten per Post oder E-Mail und können das Konto sofort nutzen. Die Einzahlung erfolgt per Überweisung von Ihrem Referenzkonto, eine Bareinzahlung ist nicht möglich.

Besonderer Hinweis zur vorzeitigen Kündigung von Festgeld: Während beim Chase Tagesgeld das Geld jederzeit verfügbar ist, sieht es bei klassischen Festgeldkonten anders aus. Grundsätzlich ist Festgeld für die vereinbarte Laufzeit fest angelegt, eine vorzeitige Kündigung ist im Standardprozess nicht vorgesehen. In der Praxis ist eine vorzeitige Verfügung jedoch in bestimmten Ausnahmefällen dennoch möglich, etwa bei schweren persönlichen Härtefällen. Die Banken verlangen dafür in der Regel Gebühren oder verzichten auf einen Teil der bis dahin angefallenen Zinsen. Die genauen Bedingungen sind im Preis- und Leistungsverzeichnis der jeweiligen Bank nachzulesen. Wer häufiger auf sein Geld zugreifen möchte, sollte stattdessen zum Tagesgeld greifen.

Welche Vorteile bietet das Chase Tagesgeldkonto?

Das Tagesgeldkonto von Chase vereint mehrere Vorteile, die es im aktuellen Marktumfeld besonders attraktiv machen. Der offensichtlichste Pluspunkt ist der Neukundenzins von 4,0 Prozent p.a. für die ersten vier Monate. Dieser Zins liegt deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Angebote und ist auch nach den Leitzinssenkungen der EZB der Vorjahre noch sehr wettbewerbsfähig.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die sehr hohe Obergrenze von 1.000.000 Euro, bis zu der der Neukundenzins gewährt wird. Bei den meisten Konkurrenzangeboten liegt die Grenze für den Aktionszins bei 50.000 bis 100.000 Euro. Für vermögende Sparer bedeutet das, dass sie auch größere Summen zum Top-Zins anlegen können, ohne ihr Geld auf mehrere Banken verteilen zu müssen.

Die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde ist bei Chase durch die deutsche Ausgestaltung der EU-Einlagensicherungsrichtlinie gewährleistet. Zuständig ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB). Darüber hinaus greift der freiwillige Einlagensicherungsfonds des BdB, der im Ernstfall deutlich höhere Summen schützen kann. Diese doppelte Absicherung gibt Kunden ein hohes Maß an Sicherheit.

Zudem ist das Konto vollständig gebührenfrei. Es fallen weder Kontoführungsgebühren noch Gebühren für Ein- oder Auszahlungen an. Die Verwaltung des Kontos erfolgt komfortabel über die Chase-App oder das Online-Banking. Nachteilig ist allerdings, dass der Zins nach vier Monaten auf 2,0 Prozent sinkt und variabel ist. Wer langfristig höhere Zinsen mit Garantie möchte, muss auf Festgeldprodukte anderer Banken ausweichen.

Wie können Sie ein Konto bei Chase eröffnen?

Die Kontoeröffnung bei Chase ist bewusst einfach und vollständig digital gestaltet. In der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung erklären wir den Prozess im Detail:

Schritt 1: Website besuchen und Produkt wählen
Rufen Sie die offizielle Website von Chase Deutschland auf. Dort finden Sie das Tagesgeldkonto als Hauptprodukt zum Start. Klicken Sie auf „Konto eröffnen“, um den Antragsprozess zu starten.

Schritt 2: Persönliche Daten eingeben
Füllen Sie das Online-Formular mit Ihren persönlichen Daten aus: Name, Anschrift, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Beruf und Steuer-Identifikationsnummer. Alle Angaben müssen wahrheitsgemäß sein, da sie später mit den gemeldeten Daten abgeglichen werden.

Schritt 3: Referenzkonto angeben
Geben Sie die IBAN Ihres deutschen Referenzkontos an. Dieses Konto muss auf Ihren Namen laufen und bei einer anderen Bank geführt werden. Von diesem Konto werden später die Einzahlungen vorgenommen, und dorthin werden Auszahlungen zurückgebucht.

Schritt 4: Identifikation durchführen
Wählen Sie das Identifikationsverfahren. In der Regel steht das Video-Ident-Verfahren zur Verfügung, bei dem Sie in einem kurzen Video-Call Ihren Personalausweis oder Reisepass vorzeigen. Alternativ bieten manche Banken das BankIdent-Verfahren an, bei dem Sie sich über Ihr bestehendes Online-Banking legitimieren.

Schritt 5: Antrag absenden und Bestätigung abwarten
Nach dem Absenden des Antrags prüft Chase Ihre Angaben. In den meisten Fällen erhalten Sie innerhalb weniger Minuten bis Stunden eine Bestätigung. Die Zugangsdaten für das Online-Banking und die App werden Ihnen per Post oder per sicherer E-Mail zugesandt.

Schritt 6: Erste Einzahlung vornehmen
Sobald Ihr Konto eröffnet ist, überweisen Sie den gewünschten Betrag von Ihrem Referenzkonto auf Ihr neues Chase-Tagesgeldkonto. Die Gutschrift erfolgt in der Regel am nächsten Bankarbeitstag, und ab diesem Zeitpunkt beginnt auch die viermonatige Zinsphase.

  • Wie hoch sind die Zinsen beim Chase Tagesgeld im Juni 2026?
  • Wie lange gilt der Neukundenzins von 4 Prozent?
  • Wie sicher ist das Geld bei Chase Deutschland?
  • Was passiert nach Ablauf der vier Monate?
  • Gibt es Festgeldprodukte von Chase?
  • Kann ich mein Festgeld vor Ablauf der Laufzeit kündigen?
  • Welche Steuern fallen auf Zinserträge an?
  • Wie hoch ist der Sparer-Pauschbetrag 2026?

Wie hoch sind die Zinsen beim Chase Tagesgeld?

Chase bietet Neukunden einen Zins von 4,0 Prozent p.a. für die ersten vier Monate nach Kontoeröffnung. Dieser Zins gilt für Guthaben bis zu 1.000.000 Euro. Nach Ablauf der viermonatigen Aktionsphase sinkt der Zinssatz auf 2,0 Prozent p.a., der variabel ist und von Chase jederzeit an die Marktbedingungen angepasst werden kann. Die Zinsen werden in der Regel monatlich oder quartalsweise auf dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben, sodass der Zinseszinseffekt während der Laufzeit wirkt.

Wie lange gilt der Neukundenzins von 4 Prozent?

Der Neukundenzins von 4,0 Prozent gilt exakt vier Monate ab Kontoeröffnung. Danach greift automatisch der variable Basiszinssatz von 2,0 Prozent p.a. Es handelt sich um ein befristetes Einführungsangebot, mit dem Chase neue Kunden in Deutschland gewinnen will. Ob das Angebot nach dem Start verlängert oder durch ein neues Angebot ersetzt wird, ist aktuell noch nicht absehbar. Wer den Höchstzins mitnehmen möchte, sollte das Konto zeitnah eröffnen.

Wie sicher ist das Geld bei Chase Deutschland?

Das Geld bei Chase ist durch die deutsche gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Kunde geschützt. Zuständig ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB), die im Entschädigungsfall innerhalb von sieben Arbeitstagen auszahlt. Die J.P. Morgan SE ist ein voll lizenziertes Kreditinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main und unterliegt der deutschen Bankenaufsicht durch die BaFin sowie der europäischen Aufsicht durch die EZB.

Zusätzlich ist die Bank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB). Dieser Fonds sichert im Ernstfall auch Guthaben über der gesetzlichen Grenze von 100.000 Euro ab. Die Sicherungsgrenze des BdB-Fonds liegt theoretisch bei mehreren Millionen Euro pro Kunde, wobei die konkrete Höhe vom jeweiligen Einzelfall abhängt. In der Praxis bedeutet das für Kunden mit größeren Guthaben ein deutlich höheres Schutzniveau als bei vielen anderen Banken.

Was passiert nach Ablauf der vier Monate?

Nach den ersten vier Monaten erhalten Kunden einen variablen Zinssatz von 2,0 Prozent p.a. Dieser Zins ist nicht garantiert und kann von Chase an die Marktbedingungen angepasst werden. Das Geld bleibt jederzeit verfügbar, da es sich um ein Tagesgeldkonto handelt. Sie können weiterhin kostenlos über Ihr Guthaben verfügen, Auszahlungen auf das Referenzkonto vornehmen und zusätzliche Einzahlungen leisten.

Wer nach Ablauf der vier Monate eine höhere Verzinsung mit fester Zinsgarantie wünscht, sollte über einen Wechsel zu einem Festgeldangebot nachdenken. Da Chase selbst kein Festgeld anbietet, bedeutet das in der Praxis, dass ein Teil des Guthabens auf ein Festgeldkonto bei einer anderen Bank umgeschichtet werden kann. Sinnvoll ist dabei eine sogenannte Treppenstrategie, bei der das Geld in mehreren Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten angelegt wird, um von steigenden Zinsen profitieren zu können, ohne komplett auf Flexibilität zu verzichten.

Gibt es Festgeldprodukte von Chase?

Aktuell bietet Chase in Deutschland keine Festgeldprodukte mit festen Laufzeiten an. Der Fokus liegt zum Marktstart im Mai 2026 ausschließlich auf dem Tagesgeldkonto. Das ist eine bewusste Produktentscheidung, die sich von der Strategie vieler Direktbanken unterscheidet, die sowohl Tages- als auch Festgeld anbieten.

Für Sparer, die eine feste Laufzeit mit garantierter Verzinsung suchen, bedeutet das, dass sie auf andere Banken oder Zinsplattformen ausweichen müssen. In Deutschland gibt es eine große Auswahl an Direktbanken, die Festgeld mit Laufzeiten von wenigen Monaten bis zu zehn Jahren anbieten. Zudem vermitteln Zinsplattformen wie WeltSparen (Raisin) oder Zinspilot Festgeldprodukte europäischer Banken, die oft besonders attraktive Konditionen bieten.

Kann ich mein Festgeld vor Ablauf der Laufzeit kündigen?

Diese Frage wird häufig gestellt und ist nicht ganz einfach zu beantworten. Grundsätzlich gilt: Festgeld ist für die vereinbarte Laufzeit fest angelegt. Der Name ist Programm – das Geld ist „fest“ gebunden. Im Standardprozess ist eine vorzeitige Kündigung daher nicht vorgesehen, da die Bank das Geld für den vereinbarten Zeitraum fest eingeplant hat und oft selbst weiterveranlagt.

In der Praxis ist eine vorzeitige Verfügung jedoch in bestimmten Ausnahmefällen dennoch möglich. Viele Banken sehen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oder im Preis- und Leistungsverzeichnis Regelungen für Härtefälle vor. Typische Beispiele sind schwere Erkrankungen, unerwartete Arbeitslosigkeit oder andere existenzielle Notsituationen. In solchen Fällen kann die Bank auf Antrag eine vorzeitige Auszahlung genehmigen.

Die Konsequenzen einer vorzeitigen Kündigung sind jedoch in der Regel deutlich spürbar. Die Banken verlangen entweder eine Gebühr oder verzichten auf einen Teil der bis dahin angefallenen Zinsen. Oft wird der Zins für die gesamte Laufzeit auf den Tagesgeldsatz der Bank zurückgerechnet, was zu erheblichen Einbußen führen kann. In manchen Fällen wird auch ein Negativzins berechnet, wenn das Marktzinsniveau seit Anlage deutlich gefallen ist.

Wer nicht sicher ist, ob er das Geld während der Laufzeit benötigt, sollte daher lieber zum Tagesgeld greifen. Die Zinsen sind dort zwar meist etwas niedriger, dafür ist das Geld jederzeit verfügbar und es gibt keine Risiken durch vorzeitige Verfügungen. Alternativ kann eine sogenannte gestückelte Festgeldanlage sinnvoll sein, bei der das Geld in mehreren Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten angelegt wird. So steht regelmäßig ein Teil des Geldes zur Verfügung, während der Rest von höheren Festgeldzinsen profitiert.

Welche Steuern fallen auf Zinserträge an?

Zinserträge aus Tages- und Festgeldkonten unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer. Diese beträgt 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 Prozent auf die Abgeltungssteuer) und gegebenenfalls Kirchensteuer (8 oder 9 Prozent, je nach Bundesland). In der Summe ergibt sich damit eine effektive Steuerbelastung von rund 26,375 Prozent ohne Kirchensteuer beziehungsweise rund 27,8 bis 27,9 Prozent mit Kirchensteuer.

Die Banken führen die Abgeltungssteuer automatisch an das Finanzamt ab. Der Kunde muss sich also nicht selbst um die Versteuerung kümmern, es sei denn, er hat keinen Freistellungsauftrag eingerichtet. Der Sparer-Pauschbetrag liegt seit 2023 bei 1.000 Euro für Singles und 2.000 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare. Dieser Betrag wurde auch im Juni 2026 nicht verändert.

Um die Steuerlast zu minimieren, sollten Sparer bei jeder Bank, bei der sie Zinserträge erzielen, einen Freistellungsauftrag einrichten. Bei Chase ist das im Online-Banking oder in der App möglich. Wichtig: Der gesamte über alle Banken verteilte Freistellungsauftrag darf die Grenze von 1.000 Euro (bzw. 2.000 Euro) nicht überschreiten. Wer zu viel freigibt, muss die Differenz über die Steuererklärung zurückzahlen.

Besonderheit bei ausländischen Banken: Wer über Zinsplattformen wie WeltSparen Geld bei Banken im europäischen Ausland anlegt, muss beachten, dass die Zinsen teilweise brutto ausgezahlt werden. Die Steuer muss dann über die eigene Steuererklärung abgeführt werden. In der Praxis übernehmen viele Plattformen den Steuerabzug jedoch bereits automatisch, sodass der Kunde sich nicht selbst kümmern muss. Die genauen Regelungen sind den Informationen der jeweiligen Plattform zu entnehmen.

Wie hoch ist der Sparer-Pauschbetrag 2026?

Der Sparer-Pauschbetrag liegt im Juni 2026 unverändert bei 1.000 Euro für Singles und 2.000 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare oder Lebenspartner. Dieser Betrag wurde zuletzt zum 1. Januar 2023 von 801 Euro auf 1.000 Euro angehoben. Alle Zinserträge bis zu dieser Höhe sind steuerfrei, sofern ein entsprechender Freistellungsauftrag bei der Bank eingerichtet wurde.

Darüber hinaus gibt es den sogenannten Nichtveranlagungs-Bescheid (NV-Bescheid) für Personen mit sehr niedrigem Einkommen, etwa Studierende oder Rentner. Mit diesem Bescheid können auch Zinserträge über dem Sparer-Pauschbetrag steuerfrei bleiben, sofern das gesamte zu versteuernde Einkommen unter der Freigrenze liegt. Der NV-Bescheid wird auf Antrag vom Finanzamt ausgestellt und muss bei den Banken vorgelegt werden.

Festgeld Vergleich
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Festgeld JP Morgan – Wichtige Tipps und Hinweise

Festgeld JP Morgan – Was ist bei Angeboten zu beachten?
Festgeldkonto Festgeld JP Morgan - TippsWer sein Geld im Juni 2026 sicher und rentabel anlegen möchte, sollte die Angebote von Chase und alternativen Festgeldanbietern genau vergleichen. Die folgenden Tipps helfen dabei, die beste Entscheidung für die eigene finanzielle Situation zu treffen.

Aktuelle Marktlage und Konditionen (Juni 2026)

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in den Jahren 2022 bis 2024 die Leitzinsen deutlich angehoben, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Seit Mitte 2024 wurden die Zinsen schrittweise wieder gesenkt, sodass das Zinsniveau im Juni 2026 unter dem Höchststand der Vorjahre liegt, aber immer noch über dem Niveau der 2010er Jahre. Für Sparer bedeutet das, dass Tages- und Festgeld weiterhin attraktive Renditen bieten, die deutlich über der Inflationsrate liegen.

Chase bietet zum Deutschland-Start ein attraktives Tagesgeldkonto mit folgenden Konditionen:

1. Neukundenzins: 4,0 Prozent p.a. für 4 Monate bis zu 1.000.000 Euro
2. Basiszinssatz: 2,0 Prozent p.a. variabel nach 4 Monaten
3. Gebühren: 0 Euro, komplett gebührenfrei
4. Einlagensicherung: 100.000 Euro gesetzlich (EdB) + freiwilliger BdB-Fonds
5. Mindesteinlage: 0 Euro
6. Verfügbarkeit: täglich

Hinweis: Der Neukundenzins von 4,0 Prozent ist einer der höchsten am Markt, gilt aber nur befristet. Für langfristige Festgeldanlagen bieten andere Banken aktuell 2,0 bis 2,5 Prozent p.a. mit fester Zinsgarantie über die gesamte Laufzeit.

Vergleich und Konditionen beachten

Um das beste Angebot für die eigenen Bedürfnisse zu finden, sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Laufzeit: Tagesgeld bietet maximale Flexibilität, Festgeld höhere Zinsen bei fester Laufzeit. Überlegen Sie, wie lange Sie auf das Geld verzichten können.
  • Zinsen: Vergleichen Sie Effektivzinsen und achten Sie auf befristete Aktionszinsen. Der Neukundenzins von Chase ist nur vier Monate lang gültig.
  • Einlagensicherung: Achten Sie auf den Sitz der Bank und die geltende Einlagensicherung. Deutsche Banken sind durch die EdB und oft zusätzlich durch den BdB-Fonds geschützt.
  • Verfügbarkeit: Überlegen Sie, wie schnell Sie auf Ihr Geld zugreifen können müssen. Für den Notgroschen ist Tagesgeld besser geeignet als Festgeld.
  • Mindest- und Höchstbeträge: Prüfen Sie, ob es eine Mindestanlage gibt und bis zu welchem Betrag der Höchstzins gewährt wird.
  • Zinszahlung: Bei Festgeld erfolgt die Zinsgutschrift meist endfällig, bei Tagesgeld monatlich oder quartalsweise. Das beeinflusst den Zinseszinseffekt.
  • Steuer: Richten Sie einen Freistellungsauftrag ein, um die automatische Abgeltungssteuer bis zum Sparer-Pauschbetrag zu vermeiden.

Die Treppenstrategie als sinnvolle Anlageform

Eine bewährte Methode, um die Vorteile von Tages- und Festgeld zu kombinieren, ist die sogenannte Treppenstrategie (auch Leiterstrategie genannt). Dabei wird das verfügbare Kapital in mehrere Tranchen aufgeteilt, die in unterschiedlichen Laufzeiten angelegt werden. Beispiel: Bei einem Anlagebetrag von 60.000 Euro könnte man je 10.000 Euro für 6, 12, 18, 24, 30 und 36 Monate als Festgeld anlegen. Zusätzlich bleibt ein Teil als Tagesgeld für kurzfristige Verfügungen.

Der Vorteil dieser Strategie: In regelmäßigen Abständen wird jeweils eine Tranche fällig, sodass regelmäßig Geld zur Verfügung steht. Gleichzeitig profitiert der Sparer von den höheren Festgeldzinsen. Wenn das Zinsniveau in der Zwischenzeit gestiegen ist, kann die fällige Tranche zu einem höheren Zins neu angelegt werden. Ist das Zinsniveau gefallen, ist zumindest ein Teil des Geldes noch zu den alten, höheren Zinsen angelegt.

Schnelle Online-Vergleiche nutzen

Ein effektiver Weg, um die besten Angebote zu entdecken, ist die Nutzung eines Vergleichsrechners. Unabhängige Vergleichsportale wie Check24, Verivox, Finanztip oder Zinsplattformen wie WeltSparen bieten tagesaktuelle Übersichten über die besten Tages- und Festgeldangebote. Ein Vergleich ermöglicht:

1. Schnellen Überblick über Tagesgeld- und Festgeldangebote am Markt.
2. Transparente Darstellung von Zinsen, Konditionen und Einlagensicherung.
3. Direkte Online-Antragsstellung mit Video-Ident-Verfahren.
4. Filterung nach Laufzeit, Mindesteinlage und Bonität der Bank.

Häufige Fehler bei der Geldanlage vermeiden

Bei der Anlage in Tages- und Festgeld passieren Sparer immer wieder dieselben Fehler. Die wichtigsten sind:

  • Kein Freistellungsauftrag: Ohne Freistellungsauftrag wird automatisch Abgeltungssteuer abgeführt, auch wenn der Sparer-Pauschbetrag noch nicht ausgeschöpft ist.
  • Nur eine Bank: Wer mehr als 100.000 Euro anlegen will, sollte das Geld auf mehrere Banken verteilen, um die Einlagensicherung voll auszunutzen.
  • Aktionszinsen verpassen: Viele Neukundenangebote gelten nur für kurze Zeit. Wer zu spät entscheidet, verpasst den Höchstzins.
  • Falsche Laufzeit: Wer sein Geld zu lange fest anlegt und dann doch benötigt, muss bei vorzeitiger Kündigung mit Zinsverlusten rechnen.
  • Inflation ignorieren: Auch wenn die Zinsen niedrig erscheinen, sollten sie über der Inflationsrate liegen, um real keinen Verlust zu machen.
  • Steuererklärung vergessen: Bei ausländischen Banken ohne automatischen Steuerabzug muss die Steuererklärung die Zinserträge enthalten.

Fazit

Chase von JP Morgan ist seit Mai 2026 mit einem attraktiven Tagesgeldangebot auf dem deutschen Markt vertreten. Für Sparer, die maximale Flexibilität suchen, ist das 4-Prozent-Angebot für vier Monate interessant. Für langfristige Anlagen mit Zinsgarantie sollten jedoch Festgeldprodukte anderer Banken in Betracht gezogen werden. Die J.P. Morgan SE bietet als voll lizenzierte deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt ein hohes Maß an Sicherheit durch die gesetzliche Einlagensicherung und den freiwilligen BdB-Fonds.

Vergleichen Sie genau und wählen Sie das Angebot, das zu Ihrer Anlagestrategie passt. Kombinieren Sie Tagesgeld für den Notgroschen mit Festgeld für langfristige Anlagen, nutzen Sie die Treppenstrategie und richten Sie überall Freistellungsaufträge ein. So holen Sie das Beste aus Ihrer Geldanlage heraus und profitieren gleichzeitig von attraktiven, sicheren Zinsen.

Festgeld Vergleich
Die besten Festgeldkonten 06/2026
Die höchsten Zinsen
Sofort online abschließbar
WeltSparen Festgeld im Vergleich
Fintech, Neobanken, Direktbanken, Filialbanken im Vergleich
Festgeld Testsieger 2026

Häufig gestellte Fragen zu JP Morgan und Chase

Was ist Chase und gehört es zu JP Morgan?

Chase ist die neue Digitalbank der US-Großbank JPMorgan Chase & Co. und startete am 20. Mai 2026 in Deutschland. Sie richtet sich an Privatkunden und bietet gebührenfreie Konten mit attraktiven Zinskonditionen. Rechtlich betrieben wird Chase von der J.P. Morgan SE, einer europäischen Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main. Die J.P. Morgan SE ist eine voll lizenzierte Bank mit Sitz in Deutschland und unterliegt der deutschen Bankenaufsicht durch die BaFin sowie der europäischen Aufsicht durch die EZB. Damit ist Chase keine ausländische Bank, sondern ein deutsches Kreditinstitut, das zum weltweit tätigen JPMorgan-Konzern gehört.

Wie hoch sind die Zinsen bei Chase für Tagesgeld?

Chase bietet Neukunden 4,0 Prozent Zinsen p.a. für die ersten vier Monate auf das Tagesgeldkonto. Nach Ablauf dieser Aktion gilt ein variabler Zinssatz von 2,0 Prozent p.a. Der Aktionszins gilt für Guthaben bis zu 1.000.000 Euro, was deutlich über den üblichen Obergrenzen vergleichbarer Angebote liegt. Die Zinsen werden in der Regel monatlich oder quartalsweise gutgeschrieben, sodass der Zinseszinseffekt während der Laufzeit wirkt.

Bietet Chase auch Festgeld an?

Derzeit bietet Chase in Deutschland keine Festgeldprodukte mit festen Laufzeiten an. Der Fokus liegt zum Marktstart ausschließlich auf dem Tagesgeldkonto. Für Festgeldanlagen müssen Sparer auf andere deutsche Direktbanken oder auf Zinsplattformen wie WeltSparen (Raisin) oder Zinspilot ausweichen, die Festgeldprodukte verschiedener europäischer Banken vermitteln. Ob Chase in Zukunft auch Festgeld anbieten wird, ist aktuell nicht bekannt.

Welche Voraussetzungen muss ich für ein Chase-Konto erfüllen?

Um ein Konto bei Chase zu eröffnen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Mindestalter von 18 Jahren.
  • Hauptwohnsitz in Deutschland.
  • Ein deutsches Bankkonto auf Ihren Namen als Referenzkonto für Ein- und Auszahlungen.
  • Gültige Steuer-Identifikationsnummer.
  • Erfolgreiche Identifikation per Video-Ident oder BankIdent.

Es ist nicht erforderlich, bereits Kunde bei einer anderen JPMorgan-Gesellschaft zu sein. Das Konto kann von jedem eröffnet werden, der die genannten Voraussetzungen erfüllt.

Wie kann ich ein Konto bei Chase eröffnen?

Die Kontoeröffnung ist vollständig digital möglich und dauert in der Regel nur wenige Minuten:

  • Besuchen Sie die offizielle Website von Chase Deutschland.
  • Wählen Sie das Tagesgeldkonto aus und klicken Sie auf „Konto eröffnen“.
  • Füllen Sie das Antragsformular mit Ihren persönlichen Daten aus.
  • Geben Sie die IBAN Ihres deutschen Referenzkontos an.
  • Identifizieren Sie sich per Video-Ident mit Ihrem Personalausweis oder Reisepass.
  • Warten Sie auf die Bestätigung und erhalten Sie Ihre Zugangsdaten per Post oder E-Mail.
  • Nehmen Sie die erste Einzahlung von Ihrem Referenzkonto vor.

Nach erfolgreicher Eröffnung können Sie das Konto sofort über die Chase-App oder das Online-Banking nutzen.

Kann ich mein Festgeld vor Ablauf der Laufzeit kündigen?

Beim Chase Tagesgeld ist das Geld jederzeit verfügbar, es gibt keine Kündigungsfristen. Bei klassischen Festgeldkonten ist das Geld dagegen für die vereinbarte Laufzeit fest angelegt. Eine vorzeitige Kündigung ist im Standardprozess nicht vorgesehen, in bestimmten Ausnahmefällen (etwa bei schweren persönlichen Härtefällen) jedoch dennoch möglich. Die Banken verlangen dafür in der Regel Gebühren oder verzichten auf einen Teil der angefallenen Zinsen. Die genauen Bedingungen sind dem Preis- und Leistungsverzeichnis der jeweiligen Bank zu entnehmen. Wer häufiger auf sein Geld zugreifen möchte, sollte stattdessen zum Tagesgeld greifen oder eine Treppenstrategie mit unterschiedlichen Laufzeiten wählen.

Wie sicher ist mein Geld bei Chase?

Ihr Geld ist durch die deutsche gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Kunde geschützt. Zuständig ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB), die im Entschädigungsfall innerhalb von sieben Arbeitstagen auszahlt. Die J.P. Morgan SE ist ein voll lizenziertes Kreditinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main und unterliegt der deutschen Bankenaufsicht durch die BaFin sowie der europäischen Aufsicht durch die EZB. Zusätzlich ist die Bank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), der über die gesetzliche Sicherung hinausgehenden Schutz bietet. In der Summe ergibt sich damit ein sehr hohes Schutzniveau, das mit dem anderer großer deutscher Privatbanken vergleichbar ist.

Was passiert nach Ablauf der vier Monate Neukundenzins?

Nach den ersten vier Monaten geht das Konto automatisch in den variablen Basiszins von 2,0 Prozent p.a. über. Dieser Zins ist nicht garantiert und kann von Chase an die Marktbedingungen angepasst werden. Das Geld bleibt weiterhin täglich verfügbar, und es fallen nach wie vor keine Gebühren an. Wer nach Ablauf der vier Monate eine höhere Verzinsung mit fester Zinsgarantie wünscht, sollte über einen Wechsel zu einem Festgeldangebot nachdenken. Da Chase selbst kein Festgeld anbietet, bedeutet das, dass ein Teil des Guthabens auf ein Festgeldkonto bei einer anderen Bank umgeschichtet werden kann.

Wie unterscheide ich seriöse von unseriösen Angeboten im Netz?

Im Netz kursieren zahlreiche Texte, die JP Morgan klassische Festgeldprodukte mit konkreten Zinssätzen zuschreiben, die es nie gab. Solche Texte sind in der Regel veraltet oder KI-generiert und enthalten falsche Informationen. Seriöse Quellen erkennen Sie daran, dass sie klar zwischen der Investmentbank J.P. Morgan und der Digitalbank Chase unterscheiden, aktuelle Daten (Juni 2026) nennen und auf die tatsächliche Produktpalette hinweisen. Achten Sie zudem darauf, dass die Einlagensicherung korrekt beschrieben wird und dass keine unrealistischen Zinsversprechen gemacht werden. Unabhängige Finanzportale wie Finanztip, Stiftung Warentest oder das Verbraucherportal der Bundesbank sind gute Anlaufstellen für verlässliche Informationen.

Lohnt sich das Chase Tagesgeld im Vergleich zu anderen Anbietern?

Das Chase Tagesgeld bietet im Neukundenbereich mit 4,0 Prozent für vier Monate einen der höchsten Zinsen am Markt. Auch die hohe Obergrenze von 1.000.000 Euro ist überdurchschnittlich. Nach Ablauf der vier Monate liegt der Zins von 2,0 Prozent im mittleren Bereich des Marktvergleichs. Für Sparer, die kurzfristig einen hohen Zins mitnehmen wollen und gleichzeitig maximale Flexibilität benötigen, ist das Angebot sehr attraktiv. Für langfristige Anlagen mit Zinsgarantie sollten jedoch Festgeldprodukte anderer Banken in Betracht gezogen werden, die aktuell 2,2 bis 2,5 Prozent p.a. bei festen Laufzeiten von 12 bis 60 Monaten bieten. Ein Vergleich lohnt sich in jedem Fall.

Was ist der Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld?

Tagesgeld ist ein flexibles Sparkonto, bei dem das Geld jederzeit verfügbar ist. Der Zinssatz ist variabel und kann von der Bank jederzeit geändert werden. Tagesgeld eignet sich besonders für den Notgroschen und für Geld, das kurzfristig benötigt werden könnte. Festgeld ist dagegen eine feste Geldanlage mit vereinbarter Laufzeit und garantiertem Zinssatz. Das Geld ist für die gesamte Laufzeit gebunden und kann im Standardprozess nicht vorzeitig abgerufen werden. Festgeld eignet sich für Geld, das langfristig nicht benötigt wird und von einem höheren, garantierten Zins profitieren soll. Beide Anlageformen haben ihre Berechtigung und lassen sich gut kombinieren.

Wie funktioniert die Einlagensicherung in Deutschland?

Die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland basiert auf der EU-Einlagensicherungsrichtlinie und sichert bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank ab. Zuständig sind die jeweiligen Entschädigungseinrichtungen, für Privatbanken die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB). Im Entschädigungsfall wird innerhalb von sieben Arbeitstagen ausgezahlt. Zusätzlich gibt es in Deutschland freiwillige Einlagensicherungsfonds der Bankenverbände (BdB, BVR, VÖB), die über die gesetzliche Sicherung hinausgehen. Diese Fonds haben in der Vergangenheit noch nie in Anspruch genommen werden müssen und genießen ein hohes Vertrauen. Für Kunden bedeutet das: Bis 100.000 Euro ist das Geld bei jeder deutschen Bank zu 100 Prozent sicher, darüber hinaus greift in der Regel der freiwillige Fonds.

Was ist bei der Kontoeröffnung per Video-Ident zu beachten?

Das Video-Ident-Verfahren ist seit 2014 in Deutschland zugelassen und wird von den meisten Direktbanken genutzt. Sie benötigen dafür einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, eine stabile Internetverbindung, eine Kamera (am Laptop oder Smartphone) und ein ruhiges, gut beleuchtetes Umfeld. Während des Video-Calls halten Sie Ihren Ausweis in die Kamera, die Software prüft automatisch die Echtheit der Sicherheitsmerkmale. Ein Berater führt Sie durch den Prozess und stellt einige Kontrollfragen. Das gesamte Verfahren dauert in der Regel 5 bis 10 Minuten. Achten Sie darauf, dass Ihr Ausweis nicht abgelaufen ist und dass Sie alleine im Raum sind. Alternativ bieten manche Banken das BankIdent-Verfahren an, bei dem Sie sich über Ihr bestehendes Online-Banking bei einer anderen Bank legitimieren.

Kann ich als Ausländer ein Konto bei Chase eröffnen?

Chase richtet sich primär an Personen mit Hauptwohnsitz in Deutschland. Ausländer, die in Deutschland leben und eine deutsche Meldebescheinigung sowie eine deutsche Steuer-Identifikationsnummer haben, können in der Regel ein Konto eröffnen. Personen ohne Wohnsitz in Deutschland können dagegen aktuell kein Chase-Konto eröffnen. Die genauen Voraussetzungen sind den AGB von Chase zu entnehmen. Wer im Ausland lebt, aber in Deutschland steuerpflichtig ist, sollte sich vor der Kontoeröffnung mit einem Steuerberater in Verbindung setzen, um die steuerlichen Konsequenzen zu klären.

Wie lange dauert die Auszahlung vom Chase Tagesgeld?

Auszahlungen vom Chase Tagesgeld auf das hinterlegte Referenzkonto erfolgen in der Regel am nächsten Bankarbeitstag. Bei Überweisungen am Wochenende oder an Feiertagen kann es entsprechend länger dauern. Es gibt keine Kündigungsfristen und keine Limits für Auszahlungen, solange das Guthaben ausreicht. Für größere Beträge kann die Bank aus Sicherheitsgründen eine zusätzliche Prüfung durchführen, was die Auszahlung um einen bis zwei Bankarbeitstage verzögern kann. Im Alltag ist das Geld jedoch schnell verfügbar, was ein klarer Vorteil des Tagesgelds gegenüber dem Festgeld ist.

Was passiert, wenn Chase die Bank verlässt oder schließt?

Die J.P. Morgan SE ist Teil des weltweit tätigen JPMorgan-Konzerns und ein systemrelevantes Institut. Ein plötzlicher Rückzug aus dem deutschen Markt ist daher sehr unwahrscheinlich. Sollte es dennoch zu einer Schließung kommen, greift die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro, und die Kunden werden innerhalb von sieben Arbeitstagen entschädigt. Darüber hinaus schützt der freiwillige Einlagensicherungsfonds des BdB auch größere Guthaben. Im Falle einer Schließung würden die Kunden rechtzeitig informiert und bekämen die Möglichkeit, ihr Geld auf ein anderes Konto zu übertragen, bevor das Konto geschlossen wird. In der Praxis ist ein solcher Fall bei einer Bank der Größe von JP Morgan extrem unwahrscheinlich.

Welche Alternativen gibt es zum Chase Tagesgeld?

Neben Chase gibt es in Deutschland eine große Auswahl an Tagesgeldanbietern. Zu den bekanntesten gehören die Consorsbank, die ING, die DKB, die comdirect, die 1822direkt und die Renault Bank direkt. Jede dieser Banken bietet eigene Konditionen, die sich regelmäßig ändern. Zudem vermitteln Zinsplattformen wie WeltSparen (Raisin) oder Zinspilot Tages- und Festgeldprodukte europäischer Banken, die oft besonders attraktive Konditionen bieten. Bei der Wahl der Alternative sollten Sparer nicht nur auf den Zins achten, sondern auch auf die Einlagensicherung, die Benutzerfreundlichkeit der Plattform und den Kundenservice. Ein Vergleich mehrerer Angebote ist immer sinnvoll.

Wie finde ich das beste Festgeldangebot im Juni 2026?

Das beste Festgeldangebot hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab: der gewünschten Laufzeit, dem Anlagebetrag und Ihren Sicherheitsanforderungen. Nutzen Sie unabhängige Vergleichsportale wie Check24, Verivox, Finanztip oder WeltSparen, um tagesaktuelle Angebote zu vergleichen. Achten Sie dabei auf den effektiven Jahreszins, die Einlagensicherung, den Sitz der Bank und eventuelle Mindest- oder Höchstbeträge. Lesen Sie zudem die Bewertungen anderer Kunden und informieren Sie sich über die Bonität der Bank. So finden Sie das Angebot, das am besten zu Ihrer Situation passt.

Ist Festgeld 2026 noch sinnvoll?

Ja, Festgeld ist auch im Juni 2026 eine sinnvolle Anlageform für Sparer, die ihr Geld sicher und mit garantierter Verzinsung anlegen möchten. Die aktuellen Zinsen liegen über der Inflationsrate, sodass real keine Verluste entstehen. Festgeld eignet sich besonders für Geld, das langfristig nicht benötigt wird, etwa für die Altersvorsorge, einen geplanten Kauf oder als Reserve. In Kombination mit Tagesgeld und anderen Anlageformen lässt sich ein ausgewogenes Portfolio gestalten, das Sicherheit, Flexibilität und Rendite miteinander verbindet. Wichtig ist, die Laufzeit sorgfältig zu wählen und nicht mehr Geld festzulegen, als kurzfristig benötigt werden könnte.

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Autor FestgeldAutor: Friedrich
Friedrich ist in unserem Team der langjährigste Fachmann, wenn es um kurz- und langfristige Anlagemöglichkeiten geht. Er hält regelmäßig Ausschau nach den aktuellsten Festgeld und Tagesgeld Angeboten und sichtet dabei nicht nur deutsche, sondern auch ausländische Festgeld Anbieter. Dabei vergleicht er sowohl Festgeld Angebote von online Banken, als auch von bekannten Filialbanken.


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